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BilMoG und seine Auswirkungen |
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7. Hamburger Revisions-Tagung
15. und 16. September 2008, Hamburg, Hotel Intercontinental
Hamburg/Düsseldorf, Juni 2008. Das Bundeskabinett hat am 21.5.2008
den Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts
(BilMoG) beschlossen. Das BilMoG ist ein Artikelgesetz mit
weitreichenden Auswirkungen auf die Rechnungslegung und Überwachung
von Unternehmen. Der größte Teil der neuen Vorschriften soll nach dem
jetzigen Stand erstmals auf Geschäftsjahre Anwendung finden, die im
Kalenderjahr 2009 beginnen. "Die Unternehmen in Deutschland brauchen
eine moderne Bilanzierungsgrundlage", erklärte das
Bundesjustizministerium (BMJ) zu dem Referentenentwurf. Dieser sorge
dafür, "dass das bewährte, kostengünstige und einfache
HGB-Bilanzrecht auf Dauer beibehalten und für den Wettbewerb mit den
internationalen Rechnungslegungsstandards gestärkt wird".
Die Ziele und Mittel des BilMoG wird Dr. Christoph Ernst
(Bundesministerium für Justiz) auf den 7. Hamburger Revisionstagen in
Hamburg vorstellen (15. und 16. September 2008,
www.euroforum.de/dn-revision08). Die Tagung wird vom Institut für
Wirtschaftsprüfung und Steuerwesen IWSt und Euroforum veranstaltet.
Im Vordergrund der Reform stehen laut BMJ zum einen die Deregulierung
und Kostensenkung insbesondere für kleine und mittelständische
Unternehmen und zum anderen eine Verbesserung der Aussagekraft des
handelsrechtlichen Jahresabschlusses. Geplant ist weiterhin, dass
Finanzinstrumente wie international üblich nach ihrem Zeitwert (fair
value) bewertet und nicht mehr zu ihren Anschaffungskosten in die
Bilanz eingestellt werden. Realistischer bewertet werden sollen auch
Unternehmensrückstellungen. (Dow Jones 21.5.2008)
Corporate Governance
Die Siemens-Affäre habe die Unternehmen in Sachen Korruption bereits
sensibilisiert, meint Professor Dr. Dr. Manuel René Theisen
(Ludwig-Maximilian-Universität) und fährt fort: "Mit einer
Verurteilung wird auch der letzte aufwachen." (23. 05.2008,
Handelsblatt). Auf den Hamburger Revisionstagen wird der Corporate
Governance-Experte Theisen die Auswirkungen des BilMoG auf die
Grundsätze einer verantwortungsvollen und transparenten
Unternehmensführung vorstellen.
Bedeutung des BilMoG für den Mittelstand
Mittelständische Einzelkaufleute, die nicht mehr als 500.000 Euro
Umsatz und 50.000 Euro Gewinn pro Geschäftsjahr verzeichnen, sollen
künftig von der handelsrechtlichen Buchführungs- und
Bilanzierungspflicht befreit werden. Prof. Dr. Axel Haller
(Universität Regensburg) wird ausführlich die Auswirkungen des BilMoG
auf die Rechnungslegung für den Mittelstand erläutern und die
mögliche Alternative "IFRS for SMEs" (small and medium-sized
entities) darlegen.
Insgesamt sei mit einer Senkung der Gesamtkosten für Buchführung,
Abschlussaufstellung, Abschlussprüfung und Abschlussoffenlegung in
Höhe von ungefähr 1,3 Milliarden Euro pro Jahr zu rechnen. Einen
Überblick der vorgesehenen Änderungen der handelsrechtlichen
Bilanzierungs-, Bewertungs- und Anhangvorschriften gibt Prof. Dr.
Klaus Hahn (Berufsakademie - Staatliche Studienakademien).
BilMoG und Konzernrechnungslegung
Neben zahlreichen neuen Bestimmungen zum handelsrechtlichen
Jahresabschluss enthält das BilMog auch umfangreiche neue Regelungen
für den handelsrechtlichen Konzernabschluss. So wird beispielsweise
das Beteiligungserfordernis gestrichen, um eine
Konsolidierungspflicht einheitlich geleiteter Zweckgesellschaften,
beispielsweise von Leasingobjektgesellschaften oder
Asset-Backed-Securities-Gesellschaften, zu erreichen. Weiter ist
geplant, die Schwellenwerte "Bilanzsumme" und "Umsatzerlöse" für die
größenabhängige Befreiung von der Aufstellung eines
Konzernabschlusses um rund 20 Prozent anzuheben. Im Detail erläutert
Prof. Dr. Jens Poll (RöverBrönner) die Änderungen der
Konzernrechnungslegung durch das BilMoG.Das BilMoG im Licht der
externen Rechnungslegungsanalyse ist Thema des Vortrags von Rita
Kortha (Berenberg Bank)
Immaterielle Vermögenswerte und BilMoG
Der Regierungsentwurf sieht für selbst geschaffene immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens künftig eine
Aktivierungspflicht vor. Insbesondere innovative Mittelständler und
Start-ups sollen hierdurch ihre Außendarstellung verbessern können.
Die Einflüsse des BilMoG auf die Rechnungslegung immaterieller
Vermögenswerte wird Dr. Bernd Keller (Rödl & Partner) vorstellen.
Besteuerung nach BilMoG
Das BilMoG soll grundsätzlich zu keiner Veränderung des
Steueraufkommens führen. Gleichwohl ergeben sich wichtige
Gesetzesänderungen, und die Bundesregierung will im Laufe des
weiteren Gesetzgebungsverfahrens überwachen, ob die gewünschte
Steuerneutralität durch weitere gesetzliche Maßnahmen abzusichern
sei. Welche Veränderungen konkret geplant sind, wird Dr. Peter Groß
(Bundesministerium der Finanzen) in seinem Beitrag erläutern. Geplant
ist zum Beispiel eine Annäherung zwischen Handels- und Steuerrecht
bei Ansatz und Bewertung.
Weitere Themen der Hamburger Revisions-Tagung sind die Auswirkungen
auf die Bilanzierung latenter Steuern, Neuerungen für die
handelsrechtliche Abschlussprüfung, Auswirkungen auf die interne
Revision sowie der Einfluss des BilMoG auf die Lageberichterstattung.
Das Programm im Internet: www.euroforum.de/dn-revision08
Kontakt:
Claudia Buettner
Leiterin Presse/Internet
IBC EUROFORUM GmbH
Prinzenallee 3
40549 Düsseldorf
Tel.: +49 (0) 211/96 86- 3380
Fax: +49 (0) 211/96 86- 4380
Mailto:presse@euroforum.com
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