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Stromnetzausbau eingeschränkt auch unter der Erde möglich

ETP-Konferenz "Erdverkabelung im Hoch- und Höchstspannungsnetz"
12. und 13. November 2008, Düsseldorf

Düsseldorf, September 2008. Mit der Zustimmung des Bundesrates am 19.
September 2008 über das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) wird die
Erdverkabelung beim Stromnetzausbau auf Höchstspannungsebene auf vier
Pilotprojekte beschränkt. Die Pilotstrecken haben eine Gesamtlänge
von 500 Kilometern und beziehen sich auf die Netzabschnitte
Ganderkesee-St.Hülfe und Altenfeld-Redwitz sowie die Leitungen
Wahle-Mecklar und Diele-Niederrhein. Rund die Hälfte der genannten
Strecken sollen verkabelt werden, wobei im Sinne der
Wirtschaftlichkeit auf unnötige Wechsel zwischen Freileitungen und
Erdverkabelung verzichtet werden soll.

Das EnLAG zieht einen vorläufiger Schlussstrich unter die langjährige
Diskussion über die Vor- und Nachteile der Erdverkablung. Auf der
ETP-Konferenz "Erdverkabelung im Hoch- und Höchstspannungsnetz" (12.
und 13. November 2008, Düsseldorf) stellen Netz-Experten aus
Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ihre Erwartungen an die
Pilotprojekte in Deutschland vor und diskutieren über die
Wirtschaftlichkeit der neuen Leitungen und die Auswirkungen auf den
Strompreis. Aus Sicht des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit erläutert Franzjosef Schafhausen das neue
Gesetz zum Ausbau der Stromnetze und zeigt die Konsequenzen für die
Netzbetreiber auf.

Ähnlich heftig wie in Deutschland wird auch in Österreich über den
unterirdischen Ausbau der Stromnetze gestritten. Prof. Dr. Günther
Brauner (Technische Universität Wien) stellt seine Studie über die
technische Machbarkeit von Erdverkablungen vor und geht auf den hohen
Bedarf beim Netzausbau in Österreich, Europa und anderen Ländern ein.
Im Rahmen der österreichischen Diskussion um die Verlegung eines
Erdkabels in Salzburg wurde in einer Studie der KEMA die
Wirtschaftlichkeit der neuen Technik im Vergleich zur Freileitung
untersucht. Jörg Zillmer (KEMA IEV GmbH) stellt die
Kosten-Nutzen-Analyse vor und geht auf Folgen der Anreizregulierung
für den weiteren Netzausbau ein. Laut den KEMA-Berechnungen liegen
die Mehrkosten für den Stromkonsumenten durch die Erdverkabelung bei
vier Euro. Die Behandlung von Mehrkosten durch die Bundesnetzagentur
erläutert Dr. Jochen Patt (Bundesnetzagentur).

Von internationalen Erfahrungen mit Hoch- und
Höchstspannungskabelanlagen und über die Umsetzbarkeit solcher
Projekte spricht Dr. Volker Waschk (Europacable). Vertreter der
großen deutschen Übertragungsnetzbetreiber E.ON Netz und RWE
Rhein-Ruhr-Netzservice GmbH sowie der österreichischen Verbund -
Austria Power Grid AG greifen Fragen nach der Wartung, nach der
Leistungsfähigkeit und der Wirtschaftlichkeit auf. Darüber hinaus
werden technische Fragen und die Offshore-Anbindung über Erdkabel in
Niedersachsen vorgestellt.

Das Programm ist im Internet verfügbar unter:
www.konferenz.de/dn-erdverkabelung08


Kontakt

Dr. Nadja Thomas
Senior- Pressereferentin
IIR Deutschland GmbH - ein Unternehmen der Informa Deutschland SE
Prinzenallee 3
40549 Düsseldorf
Tel: +49 211 9686 3387
Fax: +49 211 9686 4387
E-Mail: nadja.thomas@informa.com

ETP, ein Geschäftsbereich des Kongress- und Seminarveranstalters IIR
Deutschland, zählt zu den führenden deutschen Bildungsanbietern für
die Energiebranche. Ziel von ETP ist es, die Teilnehmer über aktuelle
Themen zu informieren, sie aber auch bei der praktischen Umsetzung
von Lösungen zu unterstützen. Grundlage für die praxisnahen
Weiterbildungsveranstaltungen sind detaillierte Marktrecherchen und
die enge Zusammenarbeit mit erfahrenen Experten der Branche. Das
Weiterbildungsangebot von ETP richtet sich an Mitarbeiter aller
Hierarchieebenen in Energieunternehmen, Verbänden, Organisationen und
öffentlichen Verwaltungen. ETP leitet sich ab von "Energie-Training
für die Praxis".
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