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Unternehmensanleihen bieten bestes Chancen-/Risikoverhältnis

Swisscanto Investment Update Februar 2009

Zürich, 3. Februar 2009 - Vom Finanzcrash zur globalen Rezession.
Rohstoffe untergewichten, Aktien nur leicht übergewichten und
Firmenanleihen übergewichten.
2009 wird die Weltwirtschaft eine der schlimmsten Rezessionen der
modernen Geschichte verzeichnen. Die erzwungenen Notverkäufe von
stark fremdkapitalfinanzierten Investoren und der
Nachfragezusammenbruch bei den Unternehmensinvestitionen und dem
Privatkonsum führen zu einem hohen Deflationsrisiko. Problematisch
ist insbesondere die Gleichzeitigkeit der Rezession. Es gibt derzeit
praktisch keine Wachstumsinseln, weder in der geographischen
Dimension, noch in der Industriedimension.
Welche Entwicklung ist für die einzelnen Anlagekategorien auf lange
Frist zu erwarten?
Geldmarktanlagen werfen praktisch keinen Zins mehr ab d.h. so wenig
wie noch nie in Friedenszeiten. Ein wichtiger Baustein der Krise
besteht darin, dass die Zentralbanken versuchen, "risikolose Anlagen"
so teuer und unattraktiv wie möglich zu machen. So hat beispielsweise
die Bank of England ihren Referenzzinssatz auf 1.5%, den tiefsten
Stand seit ihrer Gründung 1694 gesenkt.
Eine ähnliche Aussage gilt für AAA-Staatsanleihen. Die explodierenden
Staatshaushalte und die hohen Kreditspreads von Unternehmensanleihen
sprechen mittelfristig gegen Staatsanleihen. Es könnte jedoch zu den
nächsten unkonventionellen Massnahmen der amerikanischen Zentralbank
gehören, durch den Rückkauf von US-Staatsanleihen direkt den
US-Staatshaushalt zu monetarisieren, um auch den Langfristzins nach
unten zu drücken und extrem sichere Anlagen extrem teuer zu machen.
Deshalb könnten Staatsanleihen kurzfristig durchaus attraktiv
bleiben.
Aktien erscheinen zwar nach sehr vielen, auch konservativen
Massstäben, günstig bewertet, es stellt sich jedoch die Frage, welche
Risikoprämie die Investoren dafür verlangen, mitten in der wohl
grössten Finanzkrise seit dem 2. Weltkrieg (zu früh) in Aktien zu
investieren. Aufgrund des stark negativen Wirtschaftsmomentums und
der zu optimistischen Gewinnerwartungen der Analysten, welche zu
Enttäuschungen führen werden, ist nur ein leichtes Aktienübergewicht
opportun.

Firmenanleihen liefern aufgrund der aussergewöhnlich hohen Spreads
selbst unter extremen Annahmen eine Outperformance gegenüber
Staatsanleihen. Nimmt man an, dass rund 20% aller Firmen innerhalb
von 5 Jahren Konkurs gehen und nur rund 20% der Ansprüche durch die
Konkursmasse befriedigt werden können, so würde man mit
Unternehmensanleihen immer noch eine bessere Rendite erzielen als mit
Staatsanleihen. Allerdings wären die absoluten Renditen mit rund 3.9%
alles andere als berauschend. Würden sich diese beiden Werte, wie sie
in der der Weltwirtschaftskrise zu sehen waren, realisieren (wir
rechnen mit einem optimistischeren Szenario), so würden
Aktieninvestitionen zudem schlechter abschneiden als Firmenanleihen.
Aus drei Gründen halten wir an unserem Rohstoff-Untergewicht fest:
1. Die ausgeprägte Contango-Situation bedingt eine hohe negative
Rollrendite.
2. Die Beschleunigung des Wirtschaftsabschwungs wird den
Nachfrageeinbruch akzentuieren. Die Steilheit der Angebots- und
Nachfragekurve bedeutet, dass auch ein kleiner Nachfragerückgang
einen hohen Preisrückgang auslösen kann.
3. Die Tatsache, dass die erhöhten Spannungen im Nahen Osten und das
gleichzeitige Auftreten des Gasstreites zwischen Russland und der
Ukraine keinen nennenswerten preistreibenden Effekt erzielten, ist
ein negatives Zeichen.
Die Swisscanto Anlagepolitik am Beispiel des Anlagestrategiefonds
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Balanced (in Prozenten)

+-------------------------------------------------------------------+
| | Aktuelle | Bisherige | Referenzindex |
| | Strategie | Strategie | |
|---------------------------+-----------+-----------+---------------|
| Geldmarkt | 3.0 | 4.0 | 10.0 |
|---------------------------+-----------+-----------+---------------|
| Obligationen CHF | 37.0 | 36.3 | 33.0 |
|---------------------------+-----------+-----------+---------------|
| Obligationen Fremdwährung | 19.0 | 18.7 | 17.0 |
|---------------------------+-----------+-----------+---------------|
| Aktien Schweiz | 8.2 | 8.2 | 8.0 |
|---------------------------+-----------+-----------+---------------|
| Aktien Ausland | 32.8 | 32.8 | 32.0 |
|---------------------------+-----------+-----------+---------------|
| Obligationen gesamt | 56.0 | 55.0 | 50.0 |
|---------------------------+-----------+-----------+---------------|
| Aktien gesamt | 41.0 | 41.0 | 40.0 |
+-------------------------------------------------------------------+



Ihre Kontaktperson:
Thomas Härter, Chief Strategist, Asset Management und Institutionelle
Kunden
Telefon +41 58 344 49 46, thomas.haerter@swisscanto.ch
Swisscanto Management AG, Waisenhausstrasse 2, 8021 Zürich
www.swisscanto.ch

Swisscanto - Kompetenzzentrum der Kantonalbanken

Als spezialisierter Leistungserbringer der Kantonalbanken
konzentriert sich Swisscanto auf die Entwicklung und den Vertrieb von
qualitativ hoch stehenden Anlage- und Vorsorgeprodukten für Private,
Firmen und Institutionen:
* Anlagefonds für private und institutionelle Anleger
* Produkte der gebundenen und freien Vorsorge 3. Säule
* Vorsorgelösungen 2. Säule der Sammel- und Freizügigkeitsstiftungen
* Beratung und Verwaltung von Pensionskassen
* Kollektivvermögen der Anlagestiftungen
* Vermögensverwaltungsmandate für institutionelle Anleger
In der Schweiz ist Swisscanto einer der führenden Fondsanbieter und
Vermögensverwalter:
Das gesamthaft verwaltete Kundenvermögen beträgt rund CHF 54,3 Mia.,
wovon über CHF 44,8 Mia. in Anlagefonds investiert sind.


This announcement was originally distributed by Hugin. The issuer is
solely responsible for the content of this announcement.
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