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Finanz- und Wirtschaftskrise prägen Wienerberger Geschäftsjahr 2008

Corporate news- Mitteilung verarbeitet und übermittelt durch Hugin.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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Vorläufige Ergebnisse 2008:
- Umsatz leicht rückläufig; EBITDA-Rückgang wie erwartet
- Konzernumsatz -2 % auf 2.430,1 Mio. ¤, operatives EBITDA -20 % auf
440,1 Mio. ¤
- Ausschüttung einer Dividende geplant
Ausblick 2009:
- Schwieriges Marktumfeld durch weitere Verschlechterung
makroökonomischer Rahmenbedingungen
- Ziel: Sicherung der Liquidität und der Finanzierung
- Laufende Anpassung der Kapazitäten an Markterfordernisse

Wien, 12. Februar 2009 - Die Wienerberger AG, der weltweit größte
Ziegelproduzent und die Nummer 2 bei Tondachziegel in Europa, musste
2008 aufgrund der deutlichen Verschlechterung der makroökonomischen
Rahmenbedingungen durch die Finanzkrise Rückgänge in den Ergebnissen
verzeichnen. Der Konzernumsatz war mit -2 % auf 2.430,1 Mio. ¤ leicht
rückläufig. Das operative EBITDA vor Restrukturierungen fiel um 20 %
auf 440,1 Mio. ¤ und das operative EBIT vor Restrukturierungen um 32
% auf 239,8 Mio. ¤. Dazu kamen außerordentliche Belastungen aus
Restrukturierungen von 55 Mio. ¤, Firmenwertabschreibungen von 16,7
Mio. ¤ vornehmlich aus Großbritannien sowie eine Rückstellung in der
Höhe von 10 Mio. ¤ in Folge eines nicht rechtskräftigen
Bußgeldbescheides der deutschen Kartellbehörden. Das vierte Quartal
entwickelte sich erwartungsgemäß deutlich schwächer als die Monate
davor. Von Oktober bis Dezember 2008 ging der Umsatz im Vergleich zum
besonders starken Vorjahr um 14 % auf 504,4 Mio. ¤, das EBITDA um 41
% auf 75,4 Mio. ¤ sowie das EBIT um 60 % auf 27,4 Mio. ¤ zurück.

Westeuropa ab April von Finanzkrise erfasst; Auswirkungen auf
Osteuropa erst gegen Ende des Jahres
"Anfang 2008 zeigte sich der Bausektor in Westeuropa noch stabil, in
Osteuropa konnten Zuwächse erzielt werden. Das Übergreifen der
Finanzkrise auf Europa führte vorerst in Großbritannien zu einem
Einbruch des lokalen Wohnungsneubaus, im weiteren Jahresverlauf
wurden auch die meisten westeuropäischen Länder von den negativen
Auswirkungen der Krise auf die Wirtschaft und die Baukonjunktur
erfasst. Osteuropa wies über weite Teile des Jahres ein gutes Niveau
auf. Erst in den letzten Monaten zeigte sich, dass sich die Krise
auch auf diese Region auswirkt. Das EBITDA im Segment
Zentral-Osteuropa war mit -7 % leicht rückläufig. Allerdings ist
dieses Ergebnis im Vergleich zum extrem guten Niveau des Vorjahres
noch immer sehr positiv, insbesondere durch die anhaltende Stärke
Polens. Die Entwicklung in Nordamerika war schlechter als erwartet
(-57 % im EBITDA). Der enttäuschende Wohnungsneubau in Deutschland
sowie zunehmender Preisdruck in Italien belasteten das Ergebnis in
Zentral-Westeuropa (-44 % EBITDA). Durch zusätzliche Rückgänge in
Großbritannien, die das Ergebnis in Nord-Westeuropa (-22 % EBITDA)
negativ beeinflussten, mussten wir daher wie erwartet ein um 20 %
schwächeres operatives EBITDA im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen",
erläutert Wolfgang Reithofer, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger
AG die heute präsentierten vorläufigen Zahlen. Ingesamt fiel der
Umsatz 2008 um 2 %, beeinflusst durch einen Mengenrückgang von 4 %
sowie einen Preiseffekt von plus 2 %.

Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung umgesetzt: 27 Werke außer Betrieb
genommen und 11 Produktionslinien temporär stillgelegt
"2008 markierte einen klaren Wendepunkt: Die Krise hat zu einer
extremen Verunsicherung an den Finanzmärkten aber auch - und das ist
viel bedeutender - in der realen Wirtschaft und bei Konsumenten
geführt. Wir haben rasch die richtigen Schritte gesetzt und ein
umfassendes Maßnahmenpaket umgesetzt. Seit dem Sommer 2008 haben wir
insgesamt 27 Werke außer Betrieb genommen und 11 Produktionslinien
temporär stillgelegt. Zusätzlich haben wir im Rahmen eines
Kostensenkungsprogramms die Verwaltungs- und Vertriebskosten der
Gruppe reduziert. Die Kosten dafür beliefen sich auf insgesamt 55
Mio. ¤, davon 33 Mio. ¤ ausgabenwirksam und 22 Mio. ¤ an
Sonderabschreibungen. Umfangreiche Werksstillstände in der
Winterperiode waren Bestandteil unseres aktiven Working Capital
Managements. Darüber hinaus haben wir unser Wachstumsprogramm auf Eis
gelegt. Wir haben keine neuen Projekte gestartet und bringen nur mehr
die laufenden zu Ende - dafür haben wir 2008 407,2 Mio. ¤ investiert.
Zusätzlich konnten wir die Kosten für Instandhaltung im Vergleich zum
Vorjahr auf 98,4 Mio. ¤ reduzieren", führt der Vorstandsvorsitzende
weiters aus. Im Rahmen der im Sommer 2008 beschlossenen
Strategieanpassung der Wienerberger AG wurden der Erhalt der
Liquidität und die Sicherung der gesunden finanziellen Basis als
oberste Priorität definiert. Zentraler Steuerungsmechanismus zur
Erreichung dieser Ziele ist die Maximierung der Cash-flows, welche
durch die umgesetzten Maßnahmen gewährleistet wird. Willy Van Riet,
Finanzvorstand der Wienerberger AG ergänzt dazu: "In Zeiten wie
diesen wird Liquidität auch weiterhin wichtigstes Ziel bleiben. Wir
haben einen Refinanzierungsbedarf von 429 Mio. ¤ bis Ende 2011. Durch
liquide Mittel und kommittierte, unausgenützte Kreditlinien haben wir
diesen bereits jetzt gesichert."

Höhe der Dividende deutlich unter der des Vorjahres
"Das vergangene Jahr war äußerst herausfordernd. Dennoch planen wir
unseren Aktionären eine Dividende auszuschütten. Über die Höhe der
Dividende werden wir mit Vorliegen des Jahresabschlusses 2008
entscheiden, diese wird jedoch deutlich unter der des Vorjahres
liegen", kündigt Reithofer den Eigentümern an. Der endgültige
Dividendenvorschlag, das Finanzergebnis sowie das Ergebnis vor und
nach Steuern werden mit der Bilanz am 17. März 2009 präsentiert.

Umsatz- und Ergebnisrückgang im 4. Quartal 2008
In den letzten drei Monaten des abgelaufenen Jahres ist der
Konzernumsatz um 14 % auf 504,4 Mio. ¤, das EBITDA um 41 % auf 75,4
Mio. ¤. sowie das EBIT um 60 % auf 27,4 Mio. ¤ zurückgegangen. Das
Segment Nordamerika verzeichnete einen um 30 % geringeren Umsatz von
51 Mio. ¤ sowie ein um 65 % geringeres EBITDA von 2,3 Mio. ¤ im
Vergleich zum bereits niedrigen Niveau des Vorjahr. Die schwache
Entwicklung der Baukonjunktur in Deutschland sowie der Preisdruck in
Italien führten in Zentral-Westeuropa zu Rückgängen sowohl im Umsatz
(-11 % auf 85,3 Mio. ¤) als auch im EBITDA (-44 % auf 6,2 Mio. ¤).
Die Ergebnisse in Nord-Westeuropa waren durch den eingebrochenen
Markt in Großbritannien geprägt. Der Umsatz fiel um 19 % auf 185,6
Mio. ¤ und das EBITDA um 53 % auf 19,0 Mio. ¤. Aufgrund der
Finanzkrise und der Abschwächung der Marktdynamik in den
osteuropäischen Ländern reduzierten sich im Segment Zentral-Osteuropa
erstmals der Umsatz zwischen Oktober und Dezember 2008 um 8 % auf
182,4 Mio. ¤ und das EBITDA um 27 % auf 53,7 Mio. ¤.

Weitere Verschlechterung der Realwirtschaft 2009 erwartet
Wienerberger erwartet, dass die Finanzkrise die Entwicklung der
Realwirtschaft auch 2009 maßgeblich negativ beeinflusst, und zu einer
weiteren Verschlechterung der Volkswirtschaften führen wird. In
Zentral-Osteuropa, das erst in den letzten Monaten von der Krise
erfasst wurde, rechnet das Unternehmen dieses Jahr mit einer deutlich
schwächeren Marktentwicklung. Durch den strategischen und
erlösorientierten Einsatz hochwertiger Produkte sollte es jedoch in
diesen Ländern möglich sein sich besser als der Mitbewerb zu
entwickeln. Auch in den Märkten Nord-Westeuropas wie Belgien und den
Niederlanden erwartet Wienerberger eine Abschwächung. Rückgänge im
Wohnungsneubau in Frankreich sollten durch weitere
Marktanteilsgewinne des Hintermauerziegels gegenüber Beton gemildert
werden können. In Großbritannien zeichnet sich nach dem Kollaps des
Baumarktes auch für 2009 keine Erholung ab. Aus heutiger Sicht ist
auch im Segment Zentral-Westeuropa durch die schwache Entwicklung in
Deutschland und den starken Preisdruck in Italien kein Aufwärtstrend
erkennbar. Für Nordamerika wird ein weiterer Rückgang der
Neubautätigkeit prognostiziert.

Oberste Priorität: Erhalt der Liquidität und Sicherung der
finanziellen Basis
"Fast täglich revidierte Wirtschaftsprognosen machen deutlich, dass
der Boden der Krise noch nicht erreicht wurde. Wie lange und wie tief
diese sein wird, ist daher aus heutiger Sicht nicht vorhersehbar. Wir
erachten den Erhalt der Liquidität sowie unserer gesunden
finanziellen Basis weiterhin als wichtigste Aufgabe. Darauf haben wir
bereits im vergangenen Jahr unsere Strategie ausgerichtet und die
Maximierung der Cash-flows als oberste Priorität definiert. Dieses
Ziel werden wir auch 2009 verfolgen, klare Maßnahmen setzen und unser
Werksnetz durch weitere temporäre Stillstände an die Markt- und
Absatzgegebenheiten anpassen. Darüber hinaus liegt unser Augenmerk
weiterhin auf aktivem Working Capital Management und der Reduktion
der Fixkosten. Für Instandhaltung haben wir dieses Jahr nicht mehr
als 80 Mio. ¤ und für die Fertigstellung bereits begonnener
Wachstumsprojekte maximal 100 Mio. ¤ vorgesehen. Ich bin überzeugt,
dass wir mit dieser Strategie solide aufgestellt sind, um die Krise
zu meistern", so Reithofer abschließend.

Für Rückfragen:
Karin Hofmann, Public Relations
T +43(1)60192-463 | communication@wienerberger.com

Barbara Braunöck, Investor Relations
T +43(1)60192-463 | investor@wienerberger.com

Internet-Live-Übertragung des Conference Calls ab 14.00 Uhr (CET)
unter: www.wienerberger.com

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senden Sie einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Newsletter
abbestellen" an die Adresse communication@wienerberger.com.



--- Ende der Mitteilung ---

Wienerberger AG
Wienerbergstraße 11 Wien Österreich

WKN: 83170;
ISIN: AT0000831706; Index: WBI, ATX , ATX Prime;
Notiert: Prime Market in Wiener Boerse AG;
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