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Sanierungsmassnahmen für jede vierte Pensionskasse erforderlich |
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Swisscanto Pensionskassenmonitor per 31. Dezember 2008
Zürich, 18. Februar 2009 - Der Swisscanto Pensionskassenmonitor weist
per Ende 2008 einen geschätzten durchschnittlichen Deckungsgrad der
schweizerischen Pensionskassen von 94,4% aus. Dieser fiel damit
innerhalb eines Jahres von 112% um 17,6 Prozentpunkte. Rund drei
Viertel der untersuchten Vorsorgeeinrichtungen weisen eine
Unterdeckung aus. Etwa Viertel aller Pensionskassen dürfte gezwungen
sein, Sanierungsmassnahmen zu ergreifen. Swisscanto wird die
Kennzahlen des Pensionskassenmonitors künftig quartalsweise
veröffentlichen.
Swisscanto hat mit dem neu entwickelten Pensionskassenmonitor eine
erste Schätzung des durchschnittlichen Deckungsgrads der
schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen (VE) per 31.12.2008
vorgenommen. Das Instrument erlaubt auf der Basis der mit der
Swisscanto Pensionskassenstudie ermittelten Daten eine realitätsnahe
und aktuelle Fortschreibung der Finanzierungssituation der
Pensionskassen. Von den 265 Vorsorgeeinrichtungen, die an der
Swisscanto Pensionskassenumfrage 2008 teilgenommen hatten, wiesen 153
die zur Berechnung des Pensionskassenmonitors notwendigen Daten
(Deckungsgrad Vorjahr, Asset Allocation, Sollrendite) aus.
Erhebliche Zunahme der Kassen in Unterdeckung
Der auf Ende 2008 geschätzte Deckungsgrad dieser 153 VE liegt bei
94,4%. Das sind 17,6 Prozentpunkte weniger als der durchschnittliche
Deckungsgrad aller per Ende 2007 erfassten VE, dessen Wert bei 112%
lag. Während Ende 2007 lediglich 10% aller VE eine Unterdeckung
angaben, sind es gemäss Berechnungen des Swisscanto
Pensionskassenmonitors Ende 2008 rund 76%.
Der durchschnittliche Deckungsgrad der privat-rechtlichen VE fiel
2008 um 18,1 Prozentpunkte von 114,7% auf 96,6%. Während per Ende
2007 lediglich 2% eine meist geringfügige Unterdeckung hatten,
befinden sich per Ende 2008 knapp 72% oder die grosse Mehrheit der
privat-rechtlichen VE in Unterdeckung.
Bei den öffentlich-rechtlichen VE, die per Ende 2007 einen
durchschnittlichen Deckungsgrad von 98,7% aufwiesen, beträgt die
berechnete Einbusse 14 Prozentpunkte, was zu einem geschätzten
durchschnittlichen Deckungsgrad von 84,7% führt. Der Anteil der VE
mit Unterdeckung stieg damit von 37,9% per Ende 2007 auf knapp 97%
Ende 2008!
Die entscheidende Ursache für den starken Rückgang der Deckungsgrade
bilden die negativen Kursentwicklungen an der schweizerischen sowie
den ausländischen Börsen. Die untersuchten VE erwirtschafteten im
Jahr 2008 eine geschätzte Durchschnittsrendite von minus 12%, wobei
die Performanceleistungen der privat-rechtlichen VE nicht wesentlich
über derjenigen der öffentlich-rechtlichen liegen.
Der ermittelte Deckungsgrad von durchschnittlich 94,4% lässt
erkennen, dass die VE heute mehrheitlich über keine
Wertschwankungsreserven mehr verfügen. Nur 4% aller VE haben die
Wertschwankungsreserve ausreichend geäufnet. Die anlagetechnische
Risikofähigkeit der meisten Kassen ist per Ende 2008 entsprechend
eingeschränkt.
Sanierungsmassnahmen erforderlich
Die Finanzkrise 2008 hat die Pensionskassen viel härter getroffen hat
als bei den letzten grossen Verwerfungen an den Börsen 2001/2002.
Konnten damals die VE einen durchschnittlichen Deckungsgrad von 100%
ausweisen, befinden sich per Ende 2008 mit einem durchschnittlichen
Deckungsgrad von 94,4% rund drei Viertel der untersuchten VE in
Unterdeckung.
Bei einer leichten Unterdeckung von 95% bis 99,9% aus sind in der
Regel keine Sanierungsmassnahmen nötig. Empfehlenswert ist es jedoch,
dass die betroffenen 21% der VE allfällige Massnahmen im obersten
Organ diskutieren und vorbereiten. Die 30% der VE mit einer mittleren
Unterdeckung von 90% bis 94,8% sollten Sanierungsmassnahmen zumindest
in Betracht ziehen.
Eine erhebliche Unterdeckung von unter 90% hatten Ende 2007 rund 5,6%
der VE; Ende 2008 dürfte der Anteil auf 25% gestiegen sein. Gemäss
der Praxis der Aufsichtsämter sind VE mit einer erheblichen
Unterdeckung angehalten, Sanierungsmassnahmen einzuleiten. Bei einer
ungünstigen Versichertenstruktur (ein hoher Anteil der Rentner an den
Versicherten) oder anderen besonderen Umständen kann dies allerdings
bereits bei einer geringeren Unterdeckung der Fall sein.
Kennzahlen des Swisscanto Pensionskassenmonitors ab sofort
quartalsweise erhältlich
Die Berechnungen des Swisscanto Pensionskassenmonitors beruht auf den
im Rahmen der Swisscanto Pensionskassenstudie jährlich erhobenen
Daten bei privat- und öffentlich-rechtlichen VE. An der letztjährigen
Umfrage nahmen 265 VE teil, deren Vorsorgevermögen per Ende 2007
insgesamt rund CHF 400 Mia. umfasste. Berücksichtigt werden jene
Pensionskassen, die Angaben zu allen notwendigen Informationen
geliefert haben.
Die Schätzung der Rendite und des Deckungsgrades stützt sich auf die
von den einzelnen Pensionskassen angegebenen Informationen zu Asset
Allocation, aktuellem Deckungsgrad sowie auf die für einen
gleichbleibenden Deckungsgrad notwendige Performance auf den Anlagen
(Sollrendite). Die Wertentwicklung der Anlagen wird mittels einer
Reihe massgeblicher Indizes errechnet. Das gewählte Verfahren erlaubt
ausreichend präzise Schätzungen, weil die Anlagestrategien der VE
erfahrungsgemäss mittelfristig weitgehend stabil sind.
Die so ermittelten Daten können damit als aussagekräftige und
aktuelle Indikatoren für die finanzielle Situation der 2. Säule
verwendet werden. Angesichts der derzeit äusserst schwierigen
Verhältnisse an den Finanzmärkten sowie der grossen sozialpolitischen
und finanziellen Bedeutung der beruflichen Vorsorge dürfte das
Interesse an einer fortlaufenden Deckungsgradschätzung nicht nur in
den Fachkreisen gegeben sein, sondern auch in Politik, den Medien
sowie bei den Versicherten selbst. Swisscanto wird deshalb die
Kennzahlen des Pensionskassenmonitors künftig quartalsweise
veröffentlichen.
Die im März beginnende neue Umfrage für die Swisscanto
Pensionskassenstudie wird wiederum detaillierte Zahlen über die
aktuelle Finanzierungssituation der VE liefern. Dies wird erlauben
wird, das Modell stetig weiterzuentwickeln und die geschätzten
Kennzahlen noch näher an die Realität heranzuführen.
Ihre Kontaktperson:
Paul Winiger, Leiter Marketing Institutionelle Kunden
Telefon +41 58 344 49 53, paul.winiger@swisscanto.ch
Swisscanto Asset Management AG, Waisenhausstrasse 2, 8021 Zürich
www.swisscanto.ch
Swisscanto - Kompetenzzentrum der Kantonalbanken
Als spezialisierter Leistungserbringer der Kantonalbanken
konzentriert sich Swisscanto auf die Entwicklung und den Vertrieb von
qualitativ hoch stehenden Anlage- und Vorsorgeprodukten für Private,
Firmen und Institutionen:
* Anlagefonds für private und institutionelle Anleger
* Produkte der gebundenen und freien Vorsorge 3. Säule
* Vorsorgelösungen 2. Säule der Sammel- und Freizügigkeitsstiftungen
* Beratung und Verwaltung von Pensionskassen
* Kollektivvermögen der Anlagestiftungen
* Vermögensverwaltungsmandate für institutionelle Anleger
In der Schweiz ist Swisscanto einer der führenden Fondsanbieter und
Vermögensverwalter:
Das gesamthaft verwaltete Kundenvermögen beträgt rund CHF 55 Mia.,
wovon über
CHF 45,5 Mia. in Anlagefonds investiert sind.
This announcement was originally distributed by Hugin. The issuer is
solely responsible for the content of this announcement. Copyright © Hugin AS 2009. All rights reserved.
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