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Vereinigung der Familienangehörigen und Freunde der Opfer von Gol-Flug 1907 beauftragt Roberto Peterka

Roberto Peterka befasste sich mit der Analyse der offiziellen
Berichte und Daten des Flugschreibers der abgestürzten Maschine

CURITIBA, BRASILIEN--(Marketwire - March 05, 2009) - Die Vereinigung
der Familienangehörigen und Freunde der Opfer von Gol-Flug 1907
beauftragte Roberto Peterka, einen Experten für Flugzeugunfälle, der
die offiziellen Berichte und Daten des Flugschreibers ausgewertet
hatte. Anhand des Beweismaterials, das Peterka nach viermonatiger
Auswertung der Flugschreiberdaten des Legacy-Jets gesammelt hatte,
kann belegt werden, dass das Kollisionswarnsystem TCAS (Traffic and
Collision Avoidance System) des Flugzeugs vom Start bis kurz nach dem
Crash ausgeschaltet war.

Peterka weist insbesondere auf ein Indiz aus einem der
Strafgerichtsprotokolle im Rahmen der Klage gegen die Piloten hin.
Aus diesem lässt sich ablesen, dass, als sie der Kommandant der
Flugverkehrskontrollzentrale Cindacta IV telefonisch im Flughafen von
Cachimbo kontaktierte, wo sie den Jet letztlich landen konnten,
Flugkapitän Lepore dreimal bestätigte, dass das Kollisionswarnsystem
(TCAS) ausgeschaltet sei. Gleich darauf behauptete er, das Gerät sei
eingeschaltet (Seite 906 der Protokolle - Band IV sowie Seite 59 und
75 des Gutachtens), allerdings erst, nachdem jemand neben ihm eine
Bemerkung auf Englisch gemacht hatte.

Diese Information, dass das TCAS ausgeschaltet war, ist auch im
Flugschreiber vorhanden, demzufolge Jan Paladino, der Kopilot, um
19:59:13 fragte: ,,Sag mal, ist das TCAS eingeschaltet?" und der
Pilot um 19:59:15 antwortet: ,,Ja, das TCAS ist ausgeschaltet."

Nach diesem Dialog äußerte der Kopilot, der das Steuer übernommen
hatte, zweimal (19:59:25 und 19:59:31) Bedenken über möglichen
zusätzlichen Flugverkehr, da die automatischen TCAS-Warnungen zu
jenem Zeitpunkt nicht vorlagen. 11 Sekunden später, um 19:59:42,
erschien der TCAS-Bildschirm des Kopiloten auf seinem
Multifunction-Display (MFD). 8 Sekunden später, um 19:59:50, stellte
der Sekundärradar der Kontrollzentrale ACC-AZ Kontakt mit dem
Transponder des Legacy-Jets her. In der Protokollanalyse wird auf
Seite 910 hevorgehoben, dass ,,....die ermittelten und im Kapitel
V.3.1. erörterten Informationen darauf hinweisen, dass der
TCAS-Bildschirm zu keinem Zeitpunkt während des Flugs auf dem MFD des
Piloten angezeigt wurde; jedoch erschien der Bildschirm auf dem MFD
des Kopiloten ab 19:59:42 nach der Kollision und bis zum Zeitpunkt
der Landung. Bis zum Zusammenstoß zeigten also nur die PFD- und
RMU-Schirme den Funktionsstatus des TCAS an"; mit anderen Worten, der
Status des TCAS lautete ,,TCAS Aus".

Im Fazit seiner Untersuchung zur TCAS-Aktivierung befasste sich
Roberto Peterka zusätzlich zu den Flugschreiberdateien des Jets mit
den vom Experten des National Institute of Criminology auf Seite 878
der Protokolle zitierten Dateien ,,selec.csv", ,,todos1.csv" und
,,todos2.csv" des digitalen Anhangs.

,,Angesichts dieser Fakten und nach Untersuchung sämtlicher Daten der
Geräte und Gegenproben betonen wir, dass es keinerlei Hinweise darauf
gibt, dass das TCAS getestet wurde, bevor das Flugzeug auf die
Startbahn rollte, wie die Piloten vor dem Untersuchungsausschuss
aussagten, und dass der TA/RA-Modus aktiviert war. Zudem gibt es
keinen Hinweis darauf, dass das TCAS eingeschaltet war", so Experte
Robert Peterka.

Er hob zudem hervor, das sämtliche Fluggeräte des Legacy-Jets
erfolgreich gründlichen Tests und Untersuchungen in Cachimbo
unterzogen wurden. Auch laut den Testdaten der Hersteller konnte kein
Defekt oder Funktionsfehler des TCAS bestätigt werden, wie aus dem
vom CENIPA, dem brasilianische Zentrum für die Untersuchung und
Verhinderung von Luftfahrtunfällen, veröffentlichten Bericht der
Luftfahrtbehörde hervorgeht.

Rosane Guthjar, eine Familienangehörige der Vereinigung, ist davon
überzeugt, dass die offiziellen Berichte im Laufe der nächsten Monate
in das brasilianische Strafgerichtsverfahren aufgenommen werden.

Die Vereinigung der Familienangehörigen und Freunde der Opfer des
Gol-Flugs 1907 hofft, dass das von Peterka untersuchte Beweismaterial
für das Verfahren zugelassen wird.

Kontakt
Paula Batista
Lide Multimídia - Assessoria de Imprensa
Tel.: +55 41 3016-8083
Mobil: +55 41 8803-8181
E-Mail: redacao2@lidemultimidia.com.br
Website: www.lidemultimidia.com.br
msn: paulafbatista@hotmail.com
skype: paula_lide


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