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Swisscanto Investment Update Mai 2009 |
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Sichere Anlageklassen sind teuer, riskante bieten hohe Prämien
Die Phase des freien Falls der Realwirtschaft ist vorbei. Inflation
ist noch lange kein Thema. Aktien sollten leicht übergewichtet
werden, Private Equity wird aufgestockt.
Aktien legten in den letzten Wochen deutlich zu. Die vergleichsweise
riskanten Emerging Markets konnten hierbei deutlich outperformen. Ein
Anzeichen dafür, dass ein Rückgang der hohen Risikoaversion ein
wesentlicher Treiber des gegenwärtigen Rebounds war. Auch die
Rohstoffmärkte erholten sich kräftig. Einzig die
Finanzierungskonditionen bleiben angespannt. Die Bid-Ask-Spreads auf
dem Anleihensekundärmarkt sind weiterhin sehr hoch, die
Kreditaufschläge sanken nur leicht. Trotzdem - an der Konjunkturfront
gab es leichte Anhaltspunkte für eine Besserung. Die Anzeichen mehren
sich, dass der freie Fall der Wirtschaft zumindest in ein
kontrollierteres, langsameres Absinken übergeht.
Inflationsbefürchtungen sind verfrüht. Der amerikanische
Konsumentenpreisindex sank im März zum ersten Mal seit 1955! Der
Rückgang betrug auf Jahresbasis immerhin 0.4%. Zudem führten die
geldpolitischen Rettungsmassnahmen bisher lediglich zu einer
Explosion von Zentralbankengeld. Bis die inflationsrelevanten hohen
Geldmengenaggregate ebenfalls explodieren, wird es einige Zeit
dauern, da die gegenwärtige Kreditklemme quasi per Definition die
Geldschöpfung des Bankensystems beeinträchtigt. Das zusätzlich
geschaffene Geld wird gehortet, weshalb es nicht nachfrage- und somit
auch nicht inflationstreibend wirkt. Und selbst wenn die hohen
Geldmengenaggregate stark wachsen würden und das zusätzliche Geld
nachfragewirksam würde, müssten für einen Inflationsanstieg immer
noch entweder die Unternehmen an Preissetzungsmacht gewinnen, oder
die Lohnstückkosten stark steigen. Ein Lohnkostenproblem ist aufgrund
der stark disziplinierenden Wirkung der hohen und steigenden
Arbeitslosenquote jedoch in weiter Ferne und die
Preiserhöhungs-gelüste der Unternehmen werden durch die tiefe
Kapazitätsauslastung und das Fehlen von "Bottlenecks" gezähmt. Die
freien Kapazitäten dürften noch sicher bis Mitte Jahr ansteigen.
Fazit: Auf einen Zeithorizont von mindestens drei Jahren, ist
Inflation noch kein Problem. Danach droht ein (weltweiter)
anhaltender Inflationsanstieg. Aufgrund der hohen Staatsverschuldung
und der auch in drei bis fünf Jahren noch schlechten
Schuldnerposition diverser Marktteilnehmer (Finanzsektor,
Privatkonsumenten in den USA etc.), ist mit einer kalten Besteuerung
der Inhaber von Nominalforderungen zu Gunsten der Schuldner zu
rechnen.
Anlagestrategie mit und ohne alternative Produkte
Aufgrund ihrer attraktiven Bewertung und dem Ende des freien Falls
der Realwirtschaft werden riskante Assets (mit einer höheren
Gleichgewichtsrisikoprämie) generell leicht zu Lasten von sicheren
Assets (mit einer tieferen Gleichgewichtsprämie) aufgestockt. Dies
äussert sich unter anderem darin, dass Aktien in einem traditionellen
Balanced-Mandat mit rund 1% leicht übergewichtet werden.
Innerhalb der Aktienstrategie werden die defensiven Sektoren zu
Gunsten zyklischer Bereiche weiter zurückgefahren. Weiterhin im
Zentrum der Titelselektion steht die Bilanzqualität und auch die
Favorisierung von Wachstumstiteln wird beibehalten. Bei den Sektoren
geniessen der nicht-zyklische Detailhandel sowie Pharma und IT nach
wie vor das grösste Interesse. Zudem wurden die Untergewichte in
Kapitalgütern und zyklischem Detailhandel zu Lasten der defensiven
Bereiche Haushaltsgüter und Nahrungsmittelhersteller neutralisiert.
Bei Finanzwerten halten wir insgesamt am Untergewicht fest. Trotz der
derzeitigen Bankenerholungsrallye erachten wir Versicherungen nach
wie vor als attraktiver als Banken.
Innerhalb der Bondstrategie fahren wir bei den Firmenanleihen mit der
selektiven Umschichtung fort, um die Verzinsung pro Risiko zu
optimieren. Dabei konzentrieren wir uns wegen dem attraktiveren
Pricing und den hohen Bid-Ask-Spreads bei Käufen vor allem auf
Neuemissionen. Firmenanleihen sind gegenüber Staatsanleihen neutral
gewichtet.
In der Balanced+-Strategie wird das Private-Equity-Untergewicht
halbiert. Aufgrund der hohen Disagios sind bei den kotierten
Private-Equity-Gesellschaften wie bei den kotierten globalen
Immobilienaktien bereits viele zukünftige Negativnachrichten mehr als
eskomptiert. Wir erachten ein aggressives Untergewicht für nicht mehr
angebracht. Zudem wird bei den Balanced+-Portfolios innerhalb des
Anleihenmoduls gezielt der Junkbond-Bereich übergewichtet. Findet
eine Abstufung von Investmentgrade-Anleihen durch die Ratingagenturen
in den Non-Investmentgrade-Bereich statt, ergeben sich aufgrund einer
Überreaktion durch erzwungene Verkäufe gute Investitionsmöglichkeiten
auf der Gegenseite. Auf der Aktienseite werden in der
Balanced+-Strategie neu die Small Caps von untergewichten auf
neutralgewichten erhöht. Es ist günstiger, Firmenübernahmen zu
tätigen, als selbst die Investitionen zu erhöhen, was sich früher
oder später in einer Outperformance der Small Caps niederschlagen
wird. Ein Auslöser könnte das Auftauen der Kreditmärkte darstellen.
Aus Länderallokationssicht bleiben Asien exkl. Japan, die USA und die
Emerging Markets zu Lasten von europäischen und japanischen Aktien
übergewichtet.
Die Swisscanto Anlagepolitik am Beispiel des Anlagestrategiefonds
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Balanced (in Prozenten)
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| | Aktuelle | Bisherige | Referenzindex |
| | Strategie | Strategie | |
|---------------------------+-----------+-----------+---------------|
| Geldmarkt | 1.5 | 2.0 | 10.0 |
|---------------------------+-----------+-----------+---------------|
| Obligationen CHF | 38.0 | 38.0 | 33.0 |
|---------------------------+-----------+-----------+---------------|
| Obligationen Fremdwährung | 19.5 | 19.5 | 17.0 |
|---------------------------+-----------+-----------+---------------|
| Aktien Schweiz | 8.2 | 8.1 | 8.0 |
|---------------------------+-----------+-----------+---------------|
| Aktien Ausland | 32.8 | 32.4 | 32.0 |
|---------------------------+-----------+-----------+---------------|
| Obligationen gesamt | 57.5 | 57.5 | 50.0 |
|---------------------------+-----------+-----------+---------------|
| Aktien gesamt | 41.0 | 40.5 | 40.0 |
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Ihre Kontaktperson:
Thomas Härter, Chief Strategist, Asset Management und Institutionelle
Kunden
Telefon +41 58 344 49 46, thomas.haerter@swisscanto.ch
Swisscanto Asset Management AG, Waisenhausstrasse 2, 8021 Zürich
www.swisscanto.ch
Swisscanto - Kompetenzzentrum der Kantonalbanken
Als spezialisierter Leistungserbringer der Kantonalbanken
konzentriert sich Swisscanto auf die Entwicklung und den Vertrieb von
qualitativ hoch stehenden Anlage- und Vorsorgeprodukten für Private,
Firmen und Institutionen:
* Anlagefonds für private und institutionelle Anleger
* Produkte der gebundenen und freien Vorsorge 3. Säule
* Vorsorgelösungen 2. Säule der Sammel- und
Freizügigkeitsstiftungen
* Beratung und Verwaltung von Pensionskassen
* Kollektivvermögen der Anlagestiftungen
* Vermögensverwaltungsmandate für institutionelle Anleger
In der Schweiz ist Swisscanto einer der führenden Fondsanbieter und
Vermögensverwalter:
Das gesamthaft verwaltete Kundenvermögen beträgt rund CHF 54,4 Mia.,
wovon über CHF 45,2 Mia. in Anlagefonds investiert sind.
This announcement was originally distributed by Hugin. The issuer is
solely responsible for the content of this announcement. Copyright © Hugin AS 2009. All rights reserved.
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