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Swisscanto Pensionskassenumfrage 2009 |
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Pensionskassen vor grossen Herausforderungen
Das Jahr 2008 war für auch für die schweizerischen Pensionskassen ein
annus horibilis und geprägt durch die weltweite Finanzkrise. Bei
einer durchschnittlichen stark negativen Wertentwicklung hat die
Aktienquote deutlich abgenommen. Eine nachhaltige und rasche Lösung
bedarf einer kräftigen Erholung der Finanzmärkte. Die Diskussionen um
die Festlegung von BVG-Mindestzins und Umwandlungssatz müssen
weitergeführt werden, soll die 2. Säule nicht zu Lasten der kommenden
Generationen an Substanz verlieren.
Die aktuelle Swisscanto Pensionskassenumfrage mit 272 Teilnehmern
ermöglicht fundierte und differenzierte Aussagen zur aktuellen Lage
der beruflichen Vorsorge und vermittelt einen aktuellen Einblick in
Struktur und Verhalten der teilnehmenden Vorsorgeeinrichtungen in
einer anforderungsreichen Periode. Sie zeigt insbesondere die grossen
Herausforderungen auf, denen sich die Pensionskassen zur Überwindung
der weit verbreiteten Unterdeckung gegenübergestellt sehen.
Aktienanteil hat auf einen Fünftel der Vorsorgevermögen deutlich
abgenommen
Die Vermögensaufteilung zeigt - vorwiegend marktbedingt - gegenüber
dem Vorjahr markante Verschiebungen. Auffallend ist der Rückgang des
vermögensgewichteten Aktienanteils bei den privat-rechtlichen
Einrichtungen von durchschnittlich 26 auf 21% und bei den
öffentlich-rechtlichen von 29 auf 23%. Die Zielgrösse liegt im
Durchschnitt bei leicht über 28%. Es sind dies die tiefsten
Aktienanteile seit Durchführung der Umfrage.
Stark negative Performance
74% der Vorsorgeeinrichtungen weisen eine Performance von weniger als
-10% aus. Gesamthaft beträgt der Durchschnitt -12,9% und entspricht
damit in etwa der Performance, welche mit der effektiven Asset
Allocation per Ende 2007 ohne Rebalancing während 2008 erreicht
worden wäre. Zu bedenken ist, dass die Vorsorgeeinrichtungen zur
Erbringung der gesetzlich definierten Altersleistungen beim geltenden
Umwandlungssatz eine Rendite von 4,8% erzielen müssen. Die Differenz
zur tatsächlich erzielten Rendite geht fast vollständig zu Lasten der
Aktiven unter den Versicherten.
Kaum positive Kapitalerträge über die letzten 8 Jahre
Der Blick auf die Mehrjahresperformance zeigt die finanzielle
Belastung der Vorsorgeeinrichtungen durch die Ertragseinbussen im
Berichtsjahr drastisch auf. Ins Auge sticht primär die enorme
Minusperformance des letzten Jahres, aber mindestens ebenso
beunruhigend sind die Zahlen über die mittleren Zeiträume von 5 und 8
Jahren: Über 5 Jahre beträgt die durchschnittliche Performance knapp
2%, über 8 Jahre liegt sie wenig über 0%.
Im Zeitraum der letzten 8 Jahre fällt neben dem Crash von 2008 auch
jener von 2001-2002 auf. Die Kassen erzielten somit kaum positive
Kapitalerträge, mussten aber während der gesamten Zeitspanne einen
Mindestzins zwischen 2,25 und 3,0% ausrichten. Dieser wurde somit aus
der Substanz finanziert.
Beunruhigende Verschlechterung der Deckungsgradsituation
Der durchschnittliche Deckungsgrad ist im Laufe des Jahres 2008 bei
den privat-rechtlichen Kassen vermögensgewichtet von rund 110% auf
96% gesunken (ungewichtet von 115 auf 99%). Der Rückgang entspricht
in etwa der Minusperformance plus der gesetzlichen Verzinsung. Diese
Zahl ist dem Zieldeckungsgrad von 115% gegenüber zu stellen.
Von den teilnehmenden privat-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen weisen
rund 60% eine Unterdeckung aus; von den öffentlichen-rechtlichen sind
93% unterdeckt. Die meisten öffentlich-rechtlichen Kassen verfügen
über eine teilweise oder vollständige Staatsgarantie, was wiederum
hohe zukünftige Verpflichtungen des Staates mit sich bringt, die
nicht bilanziert sind. Über alle Umfrageteilnehmer gesehen befinden
sich zwei von drei Vorsorgeeinrichtungen in Unterdeckung.
Pensionskassen haben angemessen reagiert
Aus den Kommentaren zu den Fragen zu Sanierungsmassnahmen geht
hervor, dass die Schwellenwerte im Lichte der neusten Erfahrungen
vielfach einer Überprüfung unterzogen werden. Es wird auch betont,
dass die zuständigen Organe nicht untätig abwarten, bis eine
bestimmte Unterdeckung eingetreten ist, sondern dass diese die
finanzielle Verfassung der Kasse laufend überprüfen und oftmals
bereits vor Erreichen der Limite Massnahmen prüfen oder einleiten.
Nicht weniger als 56% der 272 antwortenden Kassen sagen aus, bereits
Massnahmen ergriffen zu haben. Darunter sind auch etliche Kassen, die
eine Überdeckung aufweisen.
Als häufigste Massnahme erweist sich der vom Arbeitgeber geleistete
Sanierungsbeitrag, der in der Regel parallel geht mit einem
Sanierungsbeitrag der Arbeitnehmer. Bei den Kassen mit einem
umhüllenden Vorsorgeplan steht die Durchführung einer Nullzinsrunde
klar im Vordergrund.
Zu hoher Umwandlungssatz bevorzugt die Neurentner der nächsten Jahre
Die vom Parlament in der Wintersession 2008 beschlossene Senkung des
Mindest-Umwandlungssatzes für die obligatorische berufliche Vorsorge
wird mit einem kürzlich eingereichten Referendum in Frage gesellt.
Angesichts der Kapitalmarktverhältnisse, der tatsächlich erzielbaren
Renditen und der demografischen Entwicklung ist die Anpassung nach
unten im Interesse der heutigen Rentner und der kommenden
Generationen unumgänglich. Dies macht die Umfrage deutlich. Eine
Mehrheit der Vorsorgeeinrichtungen hat durch Anrechnungen im
überobligatorischen Bereich den Gesamtsatz bereits klar unter den
obligatorischen Satz von 7,05% (für Männer) gesenkt.
Strukturdaten der 9. Swisscanto Pensionskassenumfrage
An der mittlerweile 9. Swisscanto Pensionskassenumfrage haben im
Frühjahr 2009 272 Vorsorgeeinrichtungen teilgenommen. Sie gliedern
sich in 246 Pensionskassen, davon 45 öffentlich-rechtliche, sowie 15
offene Gemeinschaftsstiftungen und 11 Sammelstiftungen. Das
Gesamtvermögen der Teilnehmer beträgt CHF 342 Mia. Damit werden
schätzungsweise 60% des Vorsorgevermögens und der Destinatäre der
schweizerischen beruflichen Vorsorge erfasst.
Die Umfrage von Swisscanto liefert Fachleuten, Politikern und einer
weiteren interessierten Öffentlichkeit detaillierte Daten über die
Struktur der Pensionskassen. Erfasst wurden unter anderem die
Zusammensetzung der Aktiven und Pensionierten, die Beiträge und
Leistungen, die Vermögensanlage und die erzielte Performance.
Detail-Auswertung
Weiterführende Informationen sowie detaillierte Resultate mit
Grafiken und Kommentaren sind ab sofort unter
www.swisscanto-pk-studie.ch abrufbar.
Im September wird Swisscanto erneut eine ausführliche Studie mit
Analysen und Kommentaren von Fachleuten publizieren.
Ihre Kontaktperson:
Paul Winiger, Leiter Marketing Institutionelle Kunden
Telefon +41 58 344 49 53, paul.winiger@swisscanto.ch
Swisscanto Asset Management AG, Waisenhausstrasse 2, 8021 Zürich
www.swisscanto.ch
Swisscanto - Kompetenzzentrum der Kantonalbanken
Als spezialisierter Leistungserbringer der Kantonalbanken
konzentriert sich Swisscanto auf die Entwicklung und den Vertrieb von
qualitativ hoch stehenden Anlage- und Vorsorgeprodukten für Private,
Firmen und Institutionen:
* Anlagefonds für private und institutionelle Anleger
* Produkte der gebundenen und freien Vorsorge 3. Säule
* Vorsorgelösungen 2. Säule der Sammel- und
Freizügigkeitsstiftungen
* Beratung und Verwaltung von Pensionskassen
* Kollektivvermögen der Anlagestiftungen
* Vermögensverwaltungsmandate für institutionelle Anleger
In der Schweiz ist Swisscanto einer der führenden Fondsanbieter und
Vermögensverwalter:
Das gesamthaft verwaltete Kundenvermögen beträgt rund CHF 54,4 Mia.,
wovon über CHF 45,2 Mia. in Anlagefonds investiert sind.
This announcement was originally distributed by Hugin. The issuer is
solely responsible for the content of this announcement. Copyright © Hugin AS 2009. All rights reserved.
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