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Mit Boxen, Theater und Schulkultur gegen Gewalt - Vergabe des
Jugendpreises für Streitkultur 2008 |
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Mit fairem Boxen, einer konfliktorientierten Theaterinszenierung und
Demokratie an der Schule zeigen die diesjährigen Preisträger des
Jugendpreises der Berghof Stiftung für Konfliktforschung vorbildlich,
wie Kinder und Jugendliche Streitkultur leben und Zeichen gegen
Gewalt setzen.
"Hart aber fair" heißt das Motto des Box-Club Nordend e.V., der im
Jahr 2004 gegründet wurde. Heute besuchen zwischen 60-70 Jugendliche
regelmäßig die Trainings. Dort geht es nicht in erster Linie um
sportliche Fitness und Erfolge, sondern vor allem um Wege aus der
Gewalt und um die Vermittlung von Konfliktfähigkeit. Boxen als
Einstieg in Streitkultur erscheint deshalb nur auf den ersten Blick
paradox. Durch die gemeinsame Erfahrung von Respekt und Fair Play und
durch klare Regeln lernen die jungen Leute erfolgreich, Konflikte im
Alltag verbal anstatt mit Gewalt zu lösen.
OPFERPOPP ist der Titel eines unkonventionellen Theaterprojektes mit
jugendlichen Laiendarstellern, das vom Thalia Theater Halle
konzipiert und realisiert wurde. Im Mittelpunkt des Stücks stehen
jugendliche Außenseiter, die als "schwierig" gelten, und angeblich
keine Werte oder moralischen Normen haben. Die Gruppe der
Schauspielerinnen und Schauspieler ist heterogen. Unterschiedliche
Bildungsniveaus, soziale Herkunft und Szenenzugehörigkeit treffen
aufeinander. In einem konfliktreichen Prozess werden Skepsis und
Vorurteile abgebaut. Die Jugendlichen entwickeln
Konfliktlösungsstrategien und lernen Spannungen auszuhalten. Vierzehn
umjubelte Aufführungen sind der sichtbare Erfolg.
"Partizipation und Verantwortung" lautet das Leitbild an der 2001
gegründeten Grundschule Süd Landau. Von Anfang an war es dem
Kollegium ein Anliegen, Demokratie, Menschenwürde und soziales,
respektvolles Zusammenleben zu fördern. Durch das Ausprobieren
verschiedener Ideen hat sich an der Grundschule Süd eine
beispielhafte demokratische Schulkultur etabliert. Klassenrat,
Abgeordnetenversammlungen und Kinderrechtsprojekte gehören zum Alltag
der Schule.
Der Preis ist insgesamt mit 5.000.- EUR dotiert. Die Preisverleihung
findet am 25. Oktober 2008 im Rahmen einer "Jugend-Gala für
Streitkultur" in Tübingen statt (Landestheater Tübingen, Großer Saal.
Beginn: 19.00Uhr; in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der
Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg und dem Jugendgemeinderat der
Stadt Tübingen).
Pressemeldung (PDF):
http://hugin.info/139202/R/1215879/253873.pdf
Hans -Götzelmann-Preis für Streitkultur. Jugendpreis der Berghof
Stiftung für Konfliktforschung
Schirmherrschaft Edelgard Bulmahn, Mitglied des Deutschen Bundestages
/ Boris Palmer, Oberbürgermeister der Stadt Tübingen / Sebastian
Krumbiegel, "Die Prinzen"
Kontakt: Institut für Friedenspädagogik Tübingen e. V. Corrensstr.
12, 72076 Tübingen, Telefon 07071 _ 920510, Fax 07071 _ 9205111
kontakt@goetzelmann-preis.de, www.goetzelmann-preis.de,
Ansprechpartner: Uli Jäger
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