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SEPA = Single Euro Payment Area
28.1.2008: SEPA-Überweisung wird bundesweit
eingeführt
Der Euro-Zahlungsverkehr wird Realität.
Bereits im Jahr 2002 wurde ein wichtiger Schritt zu einem europäischen
Wirtschaftsraum durch die Euro-Bargeldeinführung geschaffen.
Die unterschiedlichen technischen Standards der Mitgliedsländer sowie
die unterschiedlichen Zahlungsverfahren (siehe unters.
Lastschriftverfahren) haben einen einheitlichen
Euro-Zahlungsverkehrsraum veranlasst.
Ab dem 1. Januar 2008 will die EU-Kommission den europäischen
Zahlungsverkehr vereinfachen. Ziel ist es, einen einheitlichen
Zahlungsverkehrsraum, den Single Euro Payment Area - kurz SEPA zu
schaffen. Mit SEPA sollen zukünftig Kunden im gesamten Euroraum mit
einheitlichen Zahlungsinstrumenten arbeiten können. Erst mit der
Einführung von SEPA sieht die EZB die Euro-Einführung als erledigt an.
Man unterscheidet zukünftig folgende Zahlungsinstrumente:
Die SEPA-Überweisung:
Hier soll die bereits heute eingesetzte EU-Standardüberweisung ausgebaut
werden und auf alle Überweisungen innerhalb von SEPA Anwendung finden.
Hier ist die IBAN (International Bank Account Number / Internationale
Kontonummer) und der BIC Code (Bank Identifier Code / Internationale
Bankleitzahl) zu verwenden. Mit der SEPA-Überweisung soll garantiert
werden, dass eine Überweisung maximal 3 Bankarbeitstage benötigt, dass
der Betrag beim Empfänger gutgeschrieben ist.
Die SEPA-Latschrift:
Bislang konnte man nur mit großen Aufwand Rechnungen vom Ausland
einziehen. Mit der zukünftigen Lastschrift im Europäischen
Zahlungsverkehrsraum soll dies aufgrund einheitlicher Standards in der
Abwicklung wesentlich vereinfacht werden.
Grundsätzlich ähnelt sich die SEPA-Lastschrift der deutschen
Einzugsermächtigung. Zwischen dem Zahlungsempfänger und
Zahlungspflichtigen wird ein sogenanntes Mandat statt, dessen
Informationen im eigentlichen Einzugsprozess weitergeleitet werden.
Die SEPA-Kartenzahlung:
Mit dem Rahmenwerk für den Kartenzahlungsverkehr des EPC werden
generelle Anforderungen an Banken, Kartensysteme definiert. Dieses
Rahmenwerk unterscheidet drei Möglichkeiten: die Ablösung nationaler
durch internationale Kartenprogramme, die Kooperation nationaler mit
den internationalen Kartenprogrammen und die Ausdehnung des
Wirkungsbereiches nationaler Kartensysteme durch Expansion.
Ziel hier ist es, dass der Karteninhaber seine Debitkarte in der
gesamten SEPA so einfach wie im Heimatland einsetzen kann.
Bis Ende 2010 müssen alle Kartenlesegeräte technologisch SEPA-konform sein,
dass an jedem Terminal auch jede Karte gelesen werden kann.
Hier können auch Preissenkungen der Fall sein, da bei den Acquirern
und Processing-Unternehmen mehr Konkurrenz entsteht.